Mein erstes tag in dschungel geht nen zu ende. So früh was ich nicht mehr im bett seit ich 10 war. Leg mich jetzt um 5 nach 9 ortszeit ins moskito netz... Aus 2 gründen: es ist dunkel und wir haben keinen strom und weil quasi bier und whiskey leer sind. Die letzten 12 stunden waren aber sehr aufregend für mich.
Aufstehen um halb 6. Rucksack packen. Die gruppe besteht aus 4 leuten: 3 treckern und einem führer. Zuerst die Fahrt zum elefanten camp. Dort dann eine stunde auf den elefanten durch den Dschungel. Fotos hab ich ja gleich live gepostet. Dann weiter über unbefertigte straßen mit schlaglöchern so tief wie die fresse der Man City fans im moment hängt. Kein normaler auto kann über einen solchen weg fahren... Aber mit 4WD und toyota ging das irgendwie. Also mit dem auto auf den höchsten berg um chiangmai hoch (ca. 2700 meter). Oben haben wir dann in einem kleinen dorf mittagsstopp gemacht. Früher wurde dort opium angebaut, jetzt erdbeeren. Die leute dort leben in einfachsten verhältnissen. Hier durfte ich bei einer spirituellen zeremonie zuschauen, die in jedes familie nur 1 mal im jahr stattfindet. Und in diesem dorf leben nicht so viele familien. Es war eine sehr traditionelle zeremonie bei der der zeremoniemeister mit viel singen und tanzen die geistes beschworen hat. Nach dem tanz wurde dann ein schwein getötet und das blut aus dem hals in einer schüssel aufgefangen. Sehr ungewohnt sowas zu sehen, aber ich habe es als große ehre empfunden, dass ich als Farang da zusehen durfte.
Dann gab es ein einfacher einheimischer mittagessen mit suppe, sticky rice, fisch und whiskey. Wir haben ja unseren treck bei mister whiskey gebucht. Das essen mit dem dorfbewohnern war lecker. Verständigung war schwierig, da nur unser guide englisch spricht.
Danach ging es dann noch ne halbe stunde auf noch unwegsamerem gelände weiter. Wir stiegen dann aus dem truck aus und folgten unseren führer in den Dschungel. Der schlug mit seiner machete den weg frei und wir liefen hinterher. Das ganze ging ungefähr 3 stunde, in denen er uns verschiedene pflanzen und tierarten näher brachte. Immer schön durch den Dschungel, durch das gebüsch, aber bäche und immer schön die hänge rauf und runter. War sehr anstrengend.
Als wir dann bei 3 holzhütten ankamen konnten wir die rucksäcke ablegen und gleich wieder in den Dschungel zum ratten fallen aufstellen. Vielleicht bekommen wir ja morgen eine zum frühstück.
Nachdem alle fallen platziert waren ging unser guide in den bach und zog auch gleich einen krebs hervor. Den tötete er dann indem er ihm dessen eigene scheren durch die brust drückte. Wenig später schmiss er mir einen kleinen fisch aus dem bach heraus. Ich hob ihn auf und der fisch zappelte herum. Nach einger zeitzwischen meinen fingern hatte ich dann erbarmen. Ich legte den fisch auf einen ast und schlug ihm mit meinem buschmesser auf den kopf. So habe ich mein erstes lebewesen getötet, dass ich später auch essen werden würde. Irgendwie ein komisches aber auch animalisches gefühl.
Dann ging es zurück zur hütte wo wir das gemüse für das abendessen schnitten. Anschließend kochten wir curry, ein kürbisgericht und unser quasi selbst erlegtes essen. Alles hat sehr lecker geschmeckt!
Um 6 wurde es dunkel. Wir aßen mit einigen einheimischen bergbewohnern, tranken bier und whiskey und hatten tolle unterhaltungen... wenn auch etwas umständlich.
Um 8 gingen wir dann nochmal mit den stirnlampen auf nachtwanderung um uns taranteln anzusehen. Diese leben in löchern gleich neben unserer hütte an den reisfeldern. Ganz schön riesige spinnen!! Nach einem weiteren kleinen platsch ging es dann ins bett.
Und hier lieg ich nun, taranteln, kobras, ratten, büffel, grillen und vögel um mich rum. Was für eine geräuschkulisse um mich rum!
Morgen geht's um 6 weiter. Wir checken zuerst die ratten fallen. Wenn wir was gefangen haben ist das frühstück gerettet ;) Dann geht es zum bambus kajak und zum wasserfall springen. Freu mich schon.
Jetzt bin ich aber erst mal müde und flack mich hin. Gute n8 ;)
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via Dan's W880i